Wasserburg Vilkerath

Zeichnung: "Jagdbezirk des Rittersitzes Vilkerath und weiterer Höfe"

Hier insbesondere die Darstellung vom Rittersitz Vilkerath auf der besagten Zeichnung.

 

Es war im Jahre 1997, bei einem Besuch im Hauptstaatsarchiv Düsseldorf machte die Heimatforscherin Anne Scherer aus Hohkeppel eine unglaublich interessante Entdeckung.

Im Kartenfindbuch Nr. 180.06.1 entdeckte sie unter der Nr. 7203 eine farblich angelegte Zeichnung auf Pergament (80 x65 cm), die 1745 vom Landmesser Mathias Ehmanns angefertigt worden war.

Diese Zeichnung trägt den Titel: "Jagdbezirk des Rittersitzes Vilkerath und weiterer Höfe". Interessanterweise zeigt die Karte auch relativ realistische Abbildungen der Rittersitze Alt- Bernsau, Ehreshoven und Vilkerath, sowie weitere Details.

Bei genauem Hinsehen (ggfs. mit Lupe) findet man Weiler, Siefen und Wegverbindungen, die für die Heimatforschung von unschätzbaren Wert sind. Mit Feuereifer machte sich die Heimatforscherin Anne Scherer an die Arbeit, die Karte genau zu studieren und vor allem die schriftlichen Aufzeichnungen ( zum Teil unleserlich) zu entschlüsseln bzw. zu rekonstruieren.

Wahrscheinlich, so ist zu vermuten, gab es zwischen den adeligen Häusern Ehreshoven, Vilkerath und Alt- Bernsau gelegentlich Unstimmugkeiten über die nah beieinander liegenden Fischerei - und Jagdreviere, und erkannte die Notwendigkeit , durch eine Vermessung die Abgrenzung ihrer Bezirke festzulegen.

 

Das Ergebnis ihrer intensiven Kartenstudie, und Mitverwendung weiterer Quellen ist nachzulesen unter der Überschrift "Alte Karte enthüllt Neues" in der Ausgabe Nr. 6 "Achera" der Vereinszeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins Overath e.V.

 

Noch bevor der Bericht in der "Achera" abgedruckt wurde besuchte ich bereits die Heimatforscherin Anne Scherer in ihrer Wohnung in Hohkeppel, Sie gestattete mir von der Karte einige Fotos herzustellen.

 

Anläßlich von Straßenbauarbeiten, zirka 1978, entdeckte die Baufirma i. H. des heutigen Kreisels in etwa zwei Meter Tiefe (Fundamente aus Bruchsteinen) der ehemaligen Wasserburg von Vilkerath. Einen Teil des Bruchstein - Fundamentes musste wegen der Verlegung von Versorgungsleitungen entfernt werden, und gelangten so wieder ans Tageslicht. Alle übrigen Fundamente wurden wieder mit Erdreich bedeckt. Leider hat man seinerzeit versäumt von den freigelegten Fundamenten der ehemaligen Wasserburg genauere Aufzeichnungen zu fertigen. Was mit den ans Tageslicht gelangten Bruchsteinen weiterhin geschah erzähle ich an anderer Stelle.

Hier nun die besagte Zeichnung der 1745 gefertigten Karte des Landmessers Mathias Ehmanns. Man muss schon genau hinschauen (ggfs. mit der Lupe) um genaue Einzelheiten zu entdecken.
Freigelegte Fundamente der ehemaligen Wasserburg Vilkerath. Die beiden Fotos stellte mir freundlicherweise Werner Pütz zur Verfügung.
Hier noch einmal die freigelegten Fundamente der früheren Wasserburg Vilkerath.
Darstellung der Wasserburg Vilkerath ( hier ganz nahe abgebildet) aus der Zeichnung von 1745 vom Landmesser Ehmann (siehe Text oben)
Diese Zeichnung wurde nach sorgfältiger Vorarbeit erstellt. Übrigens den barocken Turm gibt es auch beim Schloss Ehreshoven und auch bei der Burg Alt - Bernsau. Copyrigh bei F.K. Burgmer und Willi Fritzen.
Auf dem Kreisel an der Ortsdurchfahrt in Vilkerath hat man den Versuch unternommen die ehemalige Burg Vilkerath darzustellen.